Umwelt und Klimagerechtigkeit

Die multiplen ökologischen Krisen, allen voran die Klimakrise, sind für die ganze Welt, und damit auch für uns Linke, einige der größten Herausforderungen, vor denen wir gerade stehen. Ärmere, schon jetzt ausgebeutete Regionen und Länder, die die Folgen des Klimawandels besonders hart treffen, dürfen nicht noch mehr durch unsere Treibhausgasemissionen zu Schaden kommen.

Unser jetziges umwelt- und klimaschädliches Handeln darf nicht die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zerstören. Und auch im Hier und Jetzt haben diese ökologischen Krisen bereits enorme negative Auswirkungen.

Privilegien und Verantwortung

Privilegierte Menschen sitzen am häufigsten im Flugzeug. Die Meinung, weniger privilegierte Menschen, die sich den Kauf eines Rennrads oder eines Bio-Dinners nicht leisten können, seien für Umweltzerstörung verantwortlich, ist unzulässig. Vielmehr ist ein ausschließlich auf Profit orientiertes System zur Verantwortung zu ziehen, das Menschen und Natur ausbeutet, um den Reichtum einiger weniger bereitzustellen, und die negativen Folgen wieder auf jene abwälzt, die damit zu doppelten Verlierer*innen werden.

Klimaflucht geht uns alle an

Die weltweiten Folgen der Klimakatastrophe bedingen Fluchtbewegungen.

Es liegt es eindeutig in der Verantwortung der internationalen Gemeinschaft, Menschen, denen durch die weltweite Misswirtschaft die Lebensgrundlage genommen wurde, anderorts ein sicheres Umfeld und das Recht auf Wohnraum und Teilhabe – in allen Facetten – zu ermöglichen.

FLINTA*-Personen und Klimafragen

Dabei sind 80 % derjenigen, die aufgrund der Klimakatastrophe aus ihrer Heimat vertrieben werden, FLINTA*-Personen. Da FLINTA*-Personen stärker von Armut betroffen sind (mehr als jede vierte FLINTA*-Person in Österreich ist dem unteren Einkommensfünftel zuzurechnen), leiden sie auch verhältnismäßig stärker an den negativen Folgen.

Verkehr

Eine autofreie Stadt trägt zum Erreichen der Klimaziele bei. Darüber hinaus wird die Lebensqualität und Gesundheit verbessert, weil weniger Verkehr auch weniger Gefährdung, Abgase (und dadurch weniger Gesundheitsprobleme und Todesmitursachen durch Feinstaub) sowie Parkplätze bedeutet und damit mehr Grünflächen und mehr Platz für Zufußgehende, Radfahrende und Mobilitätseingeschränkte und nicht zuletzt für den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel.