29. September 2026, 18:30

Das Erstarken der extremen Rechten ist Realität: Die AfD kommt in Sachsen-Anhalt auf 44 %, in Mecklenburg Vorpommern auf 38,2. In anderen deutschen Bundesländern sind ebenfalls Rekord-Zugewinne zu erwarten und auf Bundesebene in Deutschland liegt die AfD in Prognosen auf dem ersten Platz. Gleichzeitig klettert die FPÖ in Österreich von einem Umfrage-Rekord zum nächsten. Was steckt hinter dieser Entwicklung? Wut, Angst und Bestürzung sind nachvollziehbar und berechtigt. Aber es braucht mehr.
Wir wollen fragen, wie Kapitalismus, bürgerliche Politik, aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und die Entwicklung von Sozialdemokratie und Grünen mit dem Aufstieg autoritärer und rechtsextremer Kräfte zusammenhängen.
Es reicht nicht, immer wieder nur auf Brandmauern zu setzen – ganz besonders, wenn ausgerechnet jene Parteien, die sie hochziehen wollen, mit ihrer Politik den Brandherd schüren.
Wie schaffen wir Alternativen, die Sorgen ernst nehmen und gleichzeitig Brandursachen benennen? Welche Antworten muss eine kämpferische Linke heute geben? Und warum ist es gefährlich, wenn wir uns mit Symbolpolitik begnügen? Diese Fragen werden wir gemeinsam mit Euch und unseren Gästen klären:
– Clea Bronski ist Aktivistin bei der rso Berlin und hat Betriebsarbeit in unterschiedlichen Betrieben gemacht und ist gerade im Wahlkampf in Berlin aktiv gewesen.
– Benjamin Opratko ist Politikwissenschaftler, Autor und Übersetzer. Er arbeitet an der Universität Wien und forscht u.a. zu Rassismus und Rechtspopulismus.
– Justus Henze ist politischer Ökonom. Er arbeitet beim Think Tank communia und im Bundestag zu Vergesellschaftung als Instrument der Klima- und Energiepolitik. Er ist in der Berliner Mietenbewegung aktiv und denkt und schreibt regelmäßig zu Wirtschaftspolitik, Planung und Transformation.
