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Die Linke und der liebe Gott: Christlicher Fundamentalismus

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17. Februar 2026, 18:00

Die IG Theoprax von LINKS Wien tastet sich an die politische Theorie des Postfundamentalismus heran. Wir haben die Hoffnung, mit Hilfe des postfundamentalistischen Ansatzes häufig auftretende Bruchstellen innerhalb der Linken besser bearbeiten zu können. Inspiriert durch die Veranstaltung „Gott, Volk, Markt, Marx: Auswege aus Fundamentalismus und Polarisierung“  wollen wir uns in den nächsten Monaten einigen Motivationen für feste (Glaubens-)Überzeugungen widmen, die zu theoretischem wie praktischem Fundamentalismus neigen und damit gerade auch die Linke spalten. Entlang versierter Inputs möchten wir erkunden, welche dieser Motivationen wir aus linker Perspektive tatsächlich brauchen können, was wir ablehnen, mit wem wir zusammenarbeiten wollen und mit wem ein Streit sich lohnt. All das erhebt postfundamentalistisch betrachtet nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder Letztgültigkeit. Es soll uns vielmehr dem Ziel näherbringen, linke Politik möglichst attraktiv, inklusiv, wirkungs- und lustvoll zu gestalten.

Wir beginnen dabei mit christlich inspiriertem Fundamentalismus. Dieser wurde in den letzten Jahrzehnten immer stärker und einfallsreicher – und von Rechten und Rechtsextremen für ihre reaktionäre Politik instrumentalisiert. Ist dieser wachsende Zuspruch zu antiegalitären, autoritären und patriarchalen christlichen Fundamentalismen etwa auch ein Krisenphänomen? Mit der Sozialethikerin und katholischen Theologin Linda Kreuzer schauen wir uns aktuelle fundamentalistische Entwicklungen von Podcast-Prediger*innen bis Christfluencer*innen an. Wir möchten wissen, was an ihnen besonders gefährlich ist und überlegen, wie wir mit ihrem wachsenden (auch geopolitischen) Einfluss umgehen sollen. Und: Was können wir dem entgegnen?  

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